Moringa

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Sonntag, 25. September 2011

Ankunft und Arbeitsbeginn Projektaufebthalt 2011/2012


Salam maleikum an euch alle,

Nachdem Christina und ich am 16.August in Banjoul(Gambia) angekommen sind, mussten wir jedoch leider noch eine knappe Woche auf unser Gepäck warten.
Um uns die Zeit ein wenig zu versüßen sind wir für zwei Tage nach Georgetown, einer Insel im Osten Gambias, und kamen dort in den Genuss uns Hippos, Baboons und viele wunderschöne Vögel anzuschauen. Einfach bezaubernd die Tiere in freier Wildbahn sehen zu können.
Am nächsten Tag ist glücklicherweise unser Gepäck angekommen und wir hatten all unsere wichtigen Arbeitsmaterialien und Samen wieder bei uns-Yippi Ya Yeah!

Jetzt stand unserem Aufbruch in Richtung Kafountine nichts mehr im Weg. Mariama und Alex waren so nett und haben uns persönlich bis nach Kafountine gefahren.
Kaum hinter der Grenze von Gambia änderten sich die Straßenverhältnisse rapide und es begrüßten uns aufgerissene, mit Schlaglöchern versehene Straßen, die kein Ende nahmen. Aus Alex Munde hörte man nur „ oh my goodness“, jaja er war ein wenig besorgt um sein Auto und ward daher seitdem auch nicht mehr gesehen in Kafountine.

Nun sind wir schon fast einen Monat in unserem so bezaubernden Heilpflanzengarten und sind noch immer von diesem kleinen Dschungel-Paradies auf diesem Fleckchen Erde sehr angetan.
Die Pflanzen und Blumen stehen in ihrer vollen Lebenskraft. Sie blühen und haben ihr sattes grün erreicht. Fast täglich begrüßen uns die Affen des Dorfes im Garten und wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, es ist ein traumhafter Anblick.

Aufgrund der Tatsache, dass Christina und ich einen Versuch für die Universität Witzenhausen geplant haben, wurden die ersten Artemisia- annuna- anamed Samen einen Tag nach unsere Ankunft in kleine Töpfe ausgesät. Anhand des Versuchs sollen die optimalen Bedingungen für die Pflanze, unter Berücksichtigung der Bodenfruchtbarkeit, ermittelt werden. Zu Beginn hatten wir ein paar Schwierigkeiten, denn die Sämlinge wollten nicht wirklich kommen. Doch glücklicherweise sind die ersten Pflanzen, an die 60 Stück, gut gediehen und man kann sie Tag für Tag wachsen sehen.
Heute, den 20. September 2011, werden sie in einzelne Töpfe separiert, um sie dann bei einer Größe
von ca. 30cm ins freie auszupflanzen.
Des weiteren ist noch einges mehr im Garten vorangegangen. So wurde z.B. ein neuer Komposthaufen angelegt, der überdacht wurde, um Nährstoffauswaschungen entgegen zu wirken. Die alte Toilette wurde abgerissen und außerhalb neu angelegt.
Wir würden gerne, falls wir noch gegen Ende Kapazitäten an Geld haben, eine gute und überdachte Toilette mit Mactar und Ebu bauen.
Ein Siebgestell haben wir auch schon gebaut, um die Erde besser reinigen zu können. So macht das vorbereiten und mischen der Erde auch schon gleich viel mehr Spaß.

Heute ist ein großer Tag für uns alle, denn der Mond steht gut und all unsere vorgezogenen Pflanzen, Bäume und Heilpflanzen müssen in die für sie vorbereiteten Beete und Pflanzlöcher.
Die Temperatur beträgt an die 28° Celcius und eine Luftfeuchte von 95%.
An Baümen gibt es: Tephrosia, Citrus, Guave, Neem, Boabab
An Gemüse: Paprika, Tomaten, Basilikum, Karotten, Puffbohne,Stangenbohne, Soja, Blatterbse, Gurke, Mais, Wilde Raucke und Malve (Stockrose zur Deko, Buchweizen als Gründüngung)
An Heilpflanzen: Hibiscus sabdariffa, Aloe Vera, Tagetes, Kamegh und viele mehr.

Zeitgleich wird gerade der zweite Solartrockner von einem Freund, mit Hilfe von uns gebaut, denn dieses Jahr-in shala-wird es eine große Ernte an Artemisia und vielem mehr geben.

Eine weitere Aktion ist, dass gegen Ende der Woche die Organisation „Green Desert“ aus Gambia und Deutschland zu Besuch kommt. Es wird eine Präsentation der Artemisia-annuna-anamed erfolgen, und wir werden unseren Versuch für die Uni Witzenhausen vorstellen. Sicher wird es auch um weiter Heilpflanzen und Vernetzung gehen. Auch hoffen wir einiges über Green-Desert zu erfahren. Unser erstes kleines Seminar

Wir hoffen wir konnten euch hiermit einen kleinen Einblick in unsere Tätigkeiten verschaffen. Wir halten euch auf dem Laufenden
Wir wünschen euch Glück, Freiheit und Friede

Al ham delula:-)
die Chrisitna's








































Sonntag, 11. September 2011

Regenzeit mit wenig Regen?!

Hallo,
ich bin seit ein paar Tagen in Kafountine in unserem medizinischen Heilgarten Sarsarale. Christina Davis und Christina Boye sind seit drei Wochen hier und haben sich soweit sehr gut an die afrikanischen Verhältnisse angepasst und bestens im Jungelgarten eingelebt.
Es ist Regenzeit und erdrückend schwül. Wir schwitzen im sitzen. 30C° im Schatten und eine Luftfeuchtigkeit von 95%.

Wir haben sehr viel zu tun und da ich nur 2 Wochen in Kafountine bin,  nur ein paar kurze Infos. Ausführlichere Berichte, Bilder und Nachrichten folgen. Es bewegt sich einiges...

Matar und Ibu haben die Artemisia Ernte vom Mai gut getrocknet und verpackt. Einiges wurde schon weitergegeben und verkauft. Jetzt in der Regenzeit ist die Gefahr an Malaria zu erkranken besonders hoch. Dank der Prophylaxe mit Artemisia gibt es im Sarsarale Team, toi, toi, toi, keine Krankheitsfälle.

Die Christinas haben mit ihrem Feldversuch für die Uni Witzenhausen zur Ermittlung der optimalen Wachstumsbedingungen der Artemisia Ende August begonnen. Hierzu gehört auch den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat zu ermitteln.

Des weiteren haben wir einige Gemüsesorten und Kräuter ausgesät und versuchen den Regen zu nutzen. Die Casamance ist grün und auf den Feldern steht der Reis. Die Bäuerinnen sind draußen und arbeiten. Jeder hat ein paar Erdnuss-, Mais- oder Malvenbeete neben dem Haus angebaut. Cassava, Papaya, Passion Frucht,…wachsen. Wir sind uns einig nie so gute Mangos gegessen zu haben! Und von denen gibt es jetzt reichlich.
jojo



Samstag, 30. Juli 2011

Newsletter 08 -2011


Sarsarale e.V. Newsletter 08 – 2011

Hallo,

im Senegal hat die Regenzeit angefangen und wir bereiten uns auf den nächsten Projektaufenthalt vor.

1: Jama Reck Garten in Kafountine:

Matar und Ibu haben dieses Jahr unsere erste größere Ernte trocknen können. Die Artemisia Annua Anamed (A3) sind gut gewachsen und groß geworden.
Nach der Ernte müssen die Blätter gesäubert werden und kommen dann in unseren Solar Trockenofen. Dort werden sie 1-2 Tage getrocknet, je nach Sonneneinstrahlung. Anschließend in Beutel verpackt, beschriftet und in luftdichten Fässern gelagert, bis sie benötigt werden.
Einen Teil der Ernte wurde Dr. Sanjang gegeben der sie an seine Patienten weiter geben wird und der Rest bleibt bei uns im Garten und Matar wird den Tee in der Regen- und Hauptmalaria-Zeit weitergeben.


2: Projektaufenthalt 2011/2012:

Am 16. August fliegen Christina Davis und Christina Boye in den Senegal. Beide sind Studentinnen der Universität Kassel und studieren in Witzenhausen Ökologische Agrarwissenschaften. Sie wollen uns im Rahmen einer interdisziplinären Projektarbeit unterstützen.
Sie werden einen Versuch vor Ort mit der Fragestellung 'Was sind die limitierenden Faktoren in der Pflanzenernährung, und wie können diese unter den Bedingungen vor Ort, unter Berücksichtigung der Bodenfruchtbarkeit ausgeglichen werden?' durchführen.
Ein anderer, zeitgleich durchzuführender Parzellenversuch beschäftigt sich mit der Frage wie die Nährstoffverfügbarkeit über Beeinflussung des Wasserhaushaltes gesteigert werden kann.
Das Ziel ist es, einen stabilen Ertrag der Pflanze unter nachhaltigen Bedingungen zu erreichen.
Sie werden bis zu 6 Monaten vor Ort bleiben, um ihre Studie zu betreiben

Wer Fragen, Anregungen oder Unterstützen will:
Christina Davis: Christina.davis@gmx.net
Christina Boye: Chrossbobe33@yahoo.de

Ich werde im September für 4 Wochen in den Senegal reisen, um mich an der Projektarbeit zu beteiligen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dabei werde ich mich um Organisatorisches und um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern.


3. Helfer und Interessierte

Nach wie vor sind wir auf der Suche nach einem handwerklich begabten Menschen der uns vor Ort unterstützt. Wir benötigen einen größeren Solartrockenofen, eine Dusche müsste neu gebaut werden und noch vieles, vieles mehr.
Interessierter Besuch ist natürlich auch herzlich Willkommen.



4. Schatzmeister

Gerda, unsere Schatzmeisterin, benötigt Unterstützung. Wer hat Lust ihr zu Helfen? Oder kennt Mensch jemanden der sich mit Papier, Finanzen und Vereins-Richtlinien etwas auskennt? Bitte melden! Ist dringend und wäre einfach SUPER.

In Deutschland sind wir auch weiterhin auf der Suche nach UnterstützerInnenn und Helfenden Händen und Köpfen. Einfach melden.


5. Sarsarale.org

Unsere Homepage Sarsarale.org ist mittlerweile online. Befindet sich jedoch noch immer im Aufbau. Schaut doch mal vorbei, schreibt was ins Gästebuch.


6. Geld

Das leidige Thema. Unser nächster Projektaufenthalt steht nun bald an und wir sind ca.1000€ im Minus. Das geht so nicht und kann so nicht bleiben.
Um eine fette Soli Party o.ä. zu organisieren fehlt mir leider die Zeit. Auch haben wir ein paar Förderanträge geschrieben, doch da wir ein junger Verein sind dauert es noch 1-2 Jahre bis wir an öffentliche Gelder gelangen können. Unsere Ausgaben sind nicht sehr hoch, aber zwei- bis dreihundert Euro im Monat müssen wir schon aufbringen.
Infos wo und für was wir die Gelder ausgeben findet ihr in unserem Newsletter 04-2011 oder auf Sarsarale.blogspot.com
Wer noch etwas übrig hat oder eine Idee wie wir an etwas mehr Geld gelangen könnten...bitte helft uns und spendet etwas, jeder Euro ist entscheidend. Und wir haben mittlerweile viel Zeit, Arbeit und Geld in unser Projekt gesteckt und es wäre schade wenn wir unsere Arbeit schleifen lassen müssen weil es einfach an ein paar Euros mangelt.
Danke!


7.Mitgliedschaften und Einzugsermächtigung:

Die Menschen die uns ihre Mitgliedschaft per Einzugsermächtigung geschickt haben. WICHTIG! Könntet ihr es nochmals machen oder am Besten einfach einen Dauerauftrag einrichten. Unsere Bank hat ein paar Probleme damit und so wäre es für uns alle einfacher. Wäre super, wenn ihr das erneut tun würdet. Tut uns Leid für die Unannehmlichkeiten.
Und wer noch kein Mitglied ist: http://www.sarsarale.org/?page_id=22
Geht auf unsere Seite, druckt das Formular aus, ausfüllen und ab!!:-)


So das war es erst mal wieder, danke für eure Zeit und.
Wäre schön ihr leitet die Mail an Interessierte weiter!
Lasst es euch gut gehen und nicht vergessen:
Es gibt nichts Gutes, außer Mensch tut es!!

Jens

Jens Hauck
Heidelberg/Berlin/Kafountine
sarsarale@riseup.net jenshauck@gmx.de
01787133051

Matar Gueye
Kafountine/Senegal
00221705644371

SchatzmeisterIn
Gerda Ludwig
sarsarale.schatz@gmx.de
06221372994


Sarsarale.blogspot.com
sarsarale.org
sarsarale eV bei facebook

GLS- Gemeinschaftsbank Bochum
Kontoinhaber: Sarsarale e.V.
Konto-Nr: 6015001900
BLZ: 43060967


Am Strand gesammelte Kuhscheiße um die Pflanzen zu Düngen.

Sarsarale Newsletter 08 - 2011

 Sarsarale newsletter download

Montag, 20. Juni 2011

Handwerklich Begabten Menschen für Projekt Aufenthalt gesucht

Wir suchen noch einen Handwerklich begabten Menschen der mit bis jetzt zwei (Ökologischer Landbau) Studentinnen in den Senegal kommt.

Hier mal noch ein kurzer Flyer

schönen Sommeranfang

jojo

Info Wand auf Fusion Festival

Wie auch im Letzten Jahr werden wir eine Info Wand auf dem Fusion Festival haben. Und natürlich auch dort sein um mit Interessierten und neugierigen zu sprechen. Bis dann jojo

Sonntag, 15. Mai 2011

Gesucht! Helfer für Projektaufenthalt im Senegal!



Hallo,
wir planen den nächsten Projektaufenthalt in unserem Heilpflanzengarten in Kafountine im Senegal.
Bis jetzt sind wir zu dritt:
Jens Hauck (Vorstand)
und zwei Studentinnen die in Witzenhausen Öko-Agrarwissenschaften Studieren und eine Projektarbeit schreiben möchten.

Toll wäre, wenn noch jemand mit kommen würde.
Wir benötigen Menschen mit handwerklichem Geschick und jemanden der Französisch spricht für unsere Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Ein*e weitere*r Gärtner*In wäre auch nicht schlecht.

Interessierte können sich einfach bei mir melden.
Jens: Sarsarale@riseup.net 01787133051 (Heidelberg/Berlin)
oder bei
Christina: christina.davis@gmx.net 05542/6170009 (Witzenhausen)

weiter Infos findet ihr auch unter:
sarsarale.blogspot.com

Wir freuen uns von Dir zu hören.
Bis dann
Jens

Helfer, Projekt Aufenthalt 2011/2012

Wir suchen noch Menschen die und bei unserem nächsten Projekt aufenthalt unterstützen.
Hier der Flyer.

Helfer gesucht

Sonntag, 24. April 2011

Unsere neuste "Sarsarale benötigt Liste"

http://www.loaditup.de/607893.html

und hier unsere "Sarsarale e.V. benötigt Liste als .pdf zum ziehen.

Euch allen schöne Ostern mit viel Sonne.
grüße
jojo

newsletter 04/2011 zum download

http://www.loaditup.de/607892.html


Hier noch mal unser newsletter zum download als .pdf

Newsletter 04-2011


Sarsarale Newsletter 04 - 2011

Hallo,

seit Mitte März bin ich wieder in Deutschland. Drei ereignisreiche und anstrengende Monate liegen hinter mir.
Ich hoffe ihr habt alle den Winter gut überstanden, seit schön ins neue Jahr gerutscht und freut euch über den Frühling genau so wie ich.



1) Projektaufenthalt und Anreise vom 17.12.2010 bis 07.03.2011:

Anja, Jan, Doreen und ich am 17.12.2010 sind im tiefsten Winter mit zwei alten gut beladenen Bussen aufgebrochen. Ca. 7500 km durch Frankreich, Spanien, Marokko, Westsahara, Nord Senegal, Gambia bis in die Casamance.
Die Strecke war wie immer interessant und sehr schön. Nur hatten wir ein paar Probleme mit unserem Bus und mussten in Marokko drei Tage am Auto schrauben. Es ist jedes mal ein Abenteuer und ein tolles Erlebnis, den Wandel von Natur und Kultur zu erleben.

Leider ist die Route nicht einfacher geworden. In der Westsahara ist kurz bevor wir aufgebrochen sind das Camp der Würde geräumt worden ( http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33640/1.html und http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33640/1.html http://de.wikipedia.org/wiki/Westsaharakonflikt ) und es gab eine hohe Militärpräsenz in der Gegend. Es macht auf mich nicht den Eindruck, dass der Konflikt bald gelöst wird. Sehr traurig das Ganze. Warum ist teilen nur oft so schwer?

In Mauretanien gilt immer noch ein hohes Anschlags- und Entführungsrisiko. Wir sind nur tagsüber gefahren und haben nicht in der Wüste übernachtet. Ansonsten hatten wir jedoch keine Probleme.

Probleme hatten wir eher mit dem Zoll und der Polizei. Es wird immer schwerer mit dem eigenen Fahrzeug in den Senegal einzureisen und dann dort auch eine Weile fahren zu dürfen. Das ist sehr schade für das Land da so immer weniger Touristen kommen und keine neuen gebrauchten Fahrzeuge ins Land gelangen. (In diesem Zusammenhang: Einen guten Film über die Strassen Malis findet hier: http://videos.arte.tv/de/videos/fahrt_ins_risiko_malis_heisse_pisten-3817728.html Hier sieht Mensch was aus den Fahrzeugen wird die wir da so runter fahren).
Für uns war es schlecht da wir viel Geld bezahlen mußten, um einreisen zu dürfen und unser Fahrzeug auch nur ein paar Tage im Land sein durfte.
Der Grenzübertritt nach Gambia hat sich lange hingezogen da der Herr Drug-Officer so lange unser Auto durchsuchen wollte bis er ein Geschenk bekam. Es gab aber kein Geschenk und so war das eine schöne Übung uns an die afrikanischen Uhren zu gewöhnen. Auch die Fährverbindung über den Gambia River ist nicht besser geworden und nach einer Brücke schauten wir uns leider immer noch vergeblich um.
Die Einreise in die Casamance verlief jedoch ohne Probleme.

Nur als ich mit dem Bus nach Guinea-Bissau gefahren bin hatten wir noch mal Stress mit der Polizei, die mir Haschisch ins Gepäck steckte und behauptet es sei von mir. Vier Stunden und 150€ später konnten wir dann weiterfahren und ich musste nicht ins Gefängnis, wie mir zuerst versichert worden ist. Darauf brachte mir ein Freund wieder Geld nach Zigonchur, was auch lange gedauert hat, da es einen Überfall mit Toten auf der Straße gab und sie daraufhin gesperrt worden war. Spät abends kamen Matar und ich dann an die Grenze nach Bissau. Nur war diese leider schon zu. Wir durften nicht an der Grenze im Bus übernachten und konnten auch nicht mehr zurück. Wir sind dann in das erste Dorf auf der Seite Guinea-Bissaus gelaufen und hatten nach kurzem fragen Ruck- Zuck einen Übernachtungsplatz. Eine Schüssel Reis und Palmwein wurde serviert und diese überwältigende Gastfreundschaft hat mich für die ganzen Strapazen des Tages wieder entschädigt.
Auch hatte ich das erste mal Probleme mit dem Zoll in Bissau. Sie wollten uns nicht ins Land lassen da wir unser Auto dort verkaufen wollten. Aber auch dieses Problem haben wir gelöst.

Guinea-Bissau machte einen positiven und friedlicheren Eindruck auf mich. Ich hoffe, dass es weiter so bleibt im Land und nicht Drogenkartelle, Gier und Dummheit das Land regieren.

Die Casamance ist leider auch nicht ruhiger geworden. Der ungelöste Konflikt zwischen der Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung hält weiter an, verschlimmert sich sogar eher. Es gibt weiter Tote auf beiden Seiten. (Bericht über die Casamance von Julia von den Rollis für Afrika: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33640/1.html nach „Die dunkle Seite des Paradieses
„ suchen)

Nach fast drei Wochen sind wir dann endlich im JammaRekk Garten angekommen. Alles etwas verwildert nach der Regenzeit. Die meisten Pflanzen sind gut angegangen. Ein Meer an Zitronengras, ein kleiner Wald an Cassia, meterhohe Moringa-Bäume, Papayas, Mangos, und und und erwarteten uns.
Das letztes Jahr installierte Wasserpumpen-System hat ohne Probleme die Regenzeit überstanden und arbeitet einwandfrei.
Sehr gut war es auch, nach den Monaten in Deutschland, Matar wiederzusehen, der sich wie auch die letzte Jahre um den Garten und das Grundstück gekümmert hat. Ibu wohnt Seit ein paar Monaten wohnt auch Ibu dort mit Matar zusammen. Auch Eladsch, der Bruder von Matar, war am Start.

Nach dem die Busse ausgeräumt und jeder seinen Platz (Zelt, Bus, Hütte) gefunden hatte haben wir uns gleich an die Arbeit gemacht.
Im Garten haben wir ein Artemisia-Feld vorbereitet, viele frische Samen in die Erde gebracht und Stecklinge gepflanzt.
Lemongras, Moringa-Blüten und Blätter, Papayakerne u.v.m. getrocknet und verpackt.

Eines der positivsten Ereignisse war, dass wir Dr. Sanjang kennengelernt haben. Ein Doktor der sich auf traditionelle, natürliche, afrikanische Medizin spezialisiert hat und seit fünf Jahren Artemisia und noch so einiges andere in Kafountine anbaut. Er hat uns auch mit vielen starken jungen Artemisia- Pflanzen versorgt und stand uns mit guten Ratschlägen zur Seite. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren unsere Zusammenarbeit vertiefen werden und uns gegenseitig unterstützen können. Eine Idee wäre z.B. eine Apotheke mit traditioneller natürlicher Medizin zu eröffnen. Auch wird Dr. Sanjang sich mit Matar um die Weitergabe und den Verkauf unserer Medikamente kümmern.
Gepflanzt wurde dieses Jahr so einiges an Heil- und Nutzpflanzen. Diese sind z.B. Wolfsmilchkraut, Baobab, Colannuß, Kürbis, Zucchini, Bohnen, Okra, Kokospalmen, Zitrusfrüchte, Neem, Tomaten, Chilis, etc.
Das Meiste ist gut gekommen, die Zucchini hatten etwas mit der Mangomücke zu kämpfen und wir haben immer besser heraus gefunden wann welche Pflanzen mit wie viel Wasser gegossen werden müssen Auch einen neuen Komposthaufen haben wir mit Hilfe von Kuhscheisse und Erdnussschalen angelegt.....

Auch haben wir unsere Infrastruktur verbessert. Die Gemeinschaftsküche ist nun endlich fertig. Sie ist sehr schön geworden und bietet auch Platz an einem großen Tisch und auf dem Boden, um sich zu treffen, zu essen und zu arbeiten. Sie soll das gemeinschaftliche Zentrum des Gartens sein. Schade war das ich nach Fertigstellung abgereist bin und es bisher noch nicht wirklich genießen konnte mich auch dort aufzuhalten.
Das neue Haus von Matar mit zwei Zimmern haben wir verputzt und Fenster und Türen montiert. Matar wird jetzt noch streichen und dann dort einziehen. Unsere Villa bundau. Alle Häuser haben Strom für Licht, Musik und um Telefone und Computer zu laden. Ein paar mehr Watt an Photovoltaik braucht es aber noch in den nächsten Jahren.
Das alte Haus und der Store werden jetzt zum Sarsarale-Haus, wo wir unsere Medikamente, Materialien, Bücher u.s.w. lagern werden. Es soll auch ein Tisch zum Arbeiten hinein und ein Bett für Kranke oder Gäste.
Ein neues afrikanisches Klo haben wir angelegt. Das alte war einfach voll.
Bauprojekte für die Zukunft sind ein Plastik-Verbrennungs-Dings bei dem nichts von unserem verbrannten Müll ins Grundwasser gelangen kann. Auch wollen wir eine Toilette mit Auffangbehälter und /oder eine Kompostiermöglichkeit bauen. Und natürlich weiter Zimmer zum Übernachten und Wohnen…und tausend weitere Ideen, die wir haben.


Alles in allem war es eine erfolgreiche Zeit. Wir haben viel erreicht und getan. Einiges blieb natürlich auf der Strecke und wurde verschoben. Wir haben Fehler gemacht und daraus gelernt. Oftmals waren wir mal frustriert und enttäuscht und dann wieder voller Energie und Tatendrang. Hatten Probleme untereinander und tolle gemeinsame Erlebnisse. Es war so anstrengend wie noch nie und vermutlich auch so produktiv wie noch nie. Es war wie das Leben und mit Sicherheit nicht langweilig. Viel Geduld brauch es und wie Matar so gerne sagt und was ja auch vortrefflich auf unseren Garten paßt: "Langsam, langsam fängt Mensch den Affen im Wald"




Weitere und ausführlichere Informationen wird es dann auf unserer Homepage „Sarsarale.org“ geben

Nindiguel:
Auf dem Weg durch den nördlichen Senegal haben wir wie immer einen Stopp in Nindiguel eingelegt, Khadim und das Dorf besucht.
Hier soll unser zweiter Garten entstehen. Und zu unserer großen Freude wurde dieses Jahr ein Solarsystem mit Pumpe für den Brunnen installiert, was die Grundvorraussetzung für einen Garten ist. Ohne Wasser wächst es schlecht. Zusätzlich zum Heilpflanzengarten wollen die Menschen dort ein Wiederaufforstungsprojekt starten und den Kampf gegen die fortschreitende Desertifikation auf zu nehmen. In Kafountine haben wir auch schon begonnen die ersten Bäumchen zu ziehen, die dann dort gepflanzt werden sollen. Auch wollen wir Samen, Pflanzen und ein paar Gartengeräte zur Verfügung stellen um das Projekt anzustoßen und vorwärts zu bringen.
Wer Infos über Nindiguel möchte bitte bei Khadim melden: khadimfall@gmx.de











2) Zukunft:

Geplant haben wir viel, was wie umgesetzt wird, werden wir sehen. Ich habe meine Grenze erreicht, was ich momentan für das Projekt leisten kann und muss mich auch um meine Tochter und das liebe Geld kümmern.
Es ist natürlich auch im nächsten Winter ein Projekt-Aufenthalt geplant - nur wer wann und wie ist noch unklar. Es gibt ein paar Menschen die in den Senegal fahren und sich dort einbringen wollen. InteressentInnen bitte melden.
Auch benötigen wir weiterhin finanzielle Mittel und Material.

Im Einzelnen:

- Die Arbeit im Garten muss weitergeführt werden, Medikamente hergestellt und gelagert werden. Auch wollen wir einen Lehrpfad durch den Garten anlegen.
- Es sollten weiterhin Kontakte mit Krankenhäusern und ÄrztInnen/HeilerInnen und Interessierten geknüpft werden.
- Wir haben vor, ein weiteres Grundstück anzukaufen, um den Garten zu vergrößern. Das Stück Land schließt genau an unseren Jamarekk Garten und ist zur Hälfte bewaldet und zur Hälfte Ackerland. So sollte es auch bleiben, da es auch eines der wenigen Grundstücke mit Wald ist, auf dem sich die Affen noch ungestört aufhalten können. So können wir dafür sorgen, dass sie nicht geschossen werden. Die andere Hälfte sollte ein Artemisia-Feld werden. Wir stehen in Verhandlungen mit den BesitzerInnen und auch da ist noch nicht klar wie sie ausgehen werden. Geld für den Kauf benötigen wir auch noch.
-In Nindiguel gibt es mittlerweile eine Wasserversorgung über Solarenergie. Das bedeutet, dass die Vorraussetzungen für einen Garten geschaffen worden sind und wir nun die ersten Pflanzen, Samen und Material zur Verfügung stellen können.
- Wir müssen unsere Seite aufbauen, an die Öffentlichkeit gehen und unsere Infos auch in Französisch und Englisch anbieten.
- Es sollte ein internes Forum auf der Seite entstehen, über das wir besser kommunizieren und uns vernetzen können.
- Gelder und Material muss beschafft werden
- Der nächste Projekt-Aufenthalt und die nächste Fahrt in die Casamance muss organisiert werden.


3) HelferInnen und Freunde:

Wer Interesse hat uns zu unterstützen, egal ob in Deutschland oder im Senegal, bitte einfach melden.
Menschen, die im Projekt arbeiten wollen, sollten aus Bereichen kommen, die wir auch benötigen, wie z.B. GärtnerInnen, HandwerkerInnen, HeilpraktikerInnen,... und natürlich Motivation und eigenes Engagement mitbringen. Es ist wichtig, dass ihr auch selbständig arbeiten könnt und keine Berührungsängste mit anderen Kulturen habt. Auch Menschen mit Afrikaerfahrung und Sprachkenntnissen sind sehr willkommen. Dabei ist auch nicht zu vergessen, dass wir dort unter einfachen Bedingungen arbeiten und leben.
Ich denke wir schaffen es, ein paar Leute zusammen zu bekommen, die dann gemeinsam und auch allein in den Senegal fahren und dort arbeiten.
Auch benötigen wir Menschen, die uns hier bei Geldbeschaffung, Solipartys, Vorbereitungsarbeiten, Materialbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit behilflich sind.





4) Geld und Material:


- Unser Konto ist nach dem letzten Projekt Aufenthalt mal wieder im Minus.
Wir benötigen also dringend wieder Spenden.
Für was und wie viel?
Die größten Ausgaben werden sein:

- Grundstückskauf: ca. 3000 bis 5000€
- Neue Wasserpumpe für den Brunnen mit weiterer Solarzellen: ca. 1300€
- Gelder für den Garten in Nindiguel: ca. 1000€
- Gelder für Matar, Dr. Sanjang und unseren Garten: ca. 1500€
- Garten und Arbeitsmaterialien, Bücher, etc.: ca. 1000€

- Natürlich benötigen wir wieder Material. Dafür werde ich eine extra Liste verschicken und sie auf den Blog und die Homepage stellen


5) Sarsarale.org:

Unser Internetauftritt ist in Bearbeitung. Leider ist das recht zeitaufwendig.


6) Danke:

Unser Dank geht an alle, die uns bisher unterstützt haben und uns was gespendet haben.
Super! Und weiter so! Alleine schaffen wir das sonst auch nicht.
Gemeinsam für eine bessere Welt!


7) Einzugsermächtigung:

Die Menschen die uns ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden über eine Einzugsermächtigung haben einziehen lassen, sehen das noch nichts von ihrem Konto abgebucht worden ist.
Das lag an uns, wir hatten ein Problem mit der Bank. Das sollte sich aber in den nächsten Tagen gelöst haben. Sollten wir nochmals eine Unterschrift benötigen wird sich Gerda bei euch melden. Bei fragen wendet euch bitte an: sarsarale.schatz@gmx.de


So das war es erst mal.
Wäre schön ihr leitet die Mail an Interessierte weiter!
Lasst es euch gut gehen
und nicht vergessen:
Es gibt nichts Gutes, außer Mensch tut es!!


Jens Hauck

Heidelberg/Berlin/Kafountine
sarsarale@riseup.net
jenshauck@gmx.de
01787133051

Matar Gueye
Kafountine
00221705644371

SchatzmeisterIn
Gerda Ludwig
sarsarale.schatz@gmx.de
06221372994

Sarsarale.blogspot.com
sarsarale.org
sarsarale eV bei facebook

GLS- Gemeinschaftsbank Bochum
Kontoinhaber: Sarsarale e.V.
Konto-Nr: 6015001900
BLZ: 43060967


 Solar Anlage in Nindiguel für Pumpe

 Unser Garten
Endlich angekommen
 Matar
 Ustats
 Palmöl Herstellung
 Dr.Sanjang
 Die ersten Medikamente
 Giessen giessen giessen
 Die gemeinschafts-Küche
 Lagerung
Artemisia 

Papaya